Aktueller Band GWiK

Lesejahr B

Gottes Wort im Kirchenjahr 3/2021

Auf ein Wort unter uns


Liebe Mitbrüder,


liebe Haupt- und Ehrenamtliche in Liturgie und Verkündigung!


Ich hoffe, Sie haben die Pandemie bisher einigermaßen gut überstanden. Wie schön wäre es, nicht ständig über Covid-19 und alle damit verbundenen Folgen für das persönliche, gesellschaftliche und kirchliche Leben nachdenken zu müssen. Aber es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das möglich ist. Als Mitglied einer Ordensgemeinschaft, die in 70 Ländern der Erde arbeitet, erreichen mich viele Informationen aus ganz unterschiedlichen Teilen der Welt, gerade auch was den Umgang mit der Pandemie angeht. Ich höre von Mitbrüdern, die finanzielle Hilfe für Arbeitslose und Bedürftige leisten. Andere verteilen Lebensmittel, Wasser, Medikamente, Reinigungsmittel, Handschuhe und Masken an Menschen, die sich all das selbst nicht leisten könnten. Auf den Philippinen hat ein Pfarrer die Grünflächen um seine Kirche zum Gemüsegarten gemacht. Das dort geerntete Gemüse wird zubereitet und zur Versorgung von Obdachlosen und anderen Bedürftigen genutzt. Auch in unseren Breiten gibt es viele bemerkenswerte Initiativen sozialer und pastoraler Art. In einem unserer Klöster im Rheinland haben die Mitbrüder im letzten Sommer damit begonnen, samstags und sonntags Gottesdienste im Freien anzubieten. Insgesamt drei Eucharistiefeiern werden pro Wochenende auf der großen Klosterwiese gefeiert. Die nötigen Abstände und Hygienevorschriften werden so eingehalten und trotzdem können mehrere hundert Menschen mitfeiern. Das Bemerkenswerte daran ist, dass dieses Angebot den ganzen Herbst und Winter hindurch aufrechterhalten wurde und immer Menschen gekommen sind. Ich schätze solche Initiativen sehr, denn leider hört man oft auch Gegenteiliges. Gläubige, die sich alleingelassen fühlen, die Gottesdienste vermissen und mangelnde Präsenz und Aktivitäten ihrer Gemeinden beklagen. Einen interessanten Blick auf die Krise bietet auch der Leitartikel von Prof. Egbert Ballhorn, den Sie auf den folgenden Seiten finden und der unter Eindruck des ersten Lockdowns geschrieben wurde. Ich darf Ihnen seinen Beitrag „Wozu feiern wir Liturgie? Erfahrungen eines Katholiken in der Krise“ herzlich empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr P. Christoph Heinemann OMI


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