Aktueller Band GWiK
Lesejahr A
Gottes Wort im Kirchenjahr 3/2026
Liebe Mitbrüder,
liebe Haupt- und Ehrenamtliche in Liturgie und Verkündigung!
Einer der zentralen Glaubenssätze des christlichen Glaubens ist die Inkarnation, die „Fleischwerdung“ des Wortes Gottes: Christus, der ewige Sohn des Vaters, tritt ein in die Geschichte der Menschheit und wird ein Teil von ihr. Im Zentrum des Christentums steht demzufolge nicht eine überzeitliche, ahistorische Idee, sondern ein geschichtliches Ereignis, auf das sich letztlich jede christliche Verkündigung in der einen oder anderen Weise beziehen muss.
Die christliche Verkündigung beruft sich aber nicht nur auf diese „Heilsgeschichte“, sie steht auch selbst immer in einem historischen Kontext, der sie prägt, der aber auch von ihr geprägt wird: auch Predigten haben im Laufe der Jahrhunderte ihren Einfluss auf den Lauf der Geschichte ausgeübt.
Frau Dr. Sarah Röttger beleuchtet im Leitartikel dieses Bandes aus kirchengeschichtlicher Sicht die berühmten Adventspredigten, die Michael Kardinal von Faulhaber im „Schicksalsjahr“ 1933 gehalten hat. Sie arbeitet heraus, wie stark der damalige historisch-politische Kontext die Rezeption seiner Predigten beeinflusst hat.
Nicht annähernd so historisch bedeutsam wie Faulhabers Predigten, aber dennoch einschneidend, sind auch die Veränderungen, die es im Laufe des letzten Jahres bei GOTTES WORT IM KIRCHENJAHR gab. Neben dem personellen Wechsel in der Herausgeberschaft und der Redaktion im Mai 2025 gab es auch auf Seiten des Echter-Verlags, mit dem wir seit vielen Jahrzehnten zusammenarbeiten, einige Veränderungen. Am 1. Juli 2025 wurde der in Würzburg ansässige Verlag von der Bonifatius GmbH aus Paderborn übernommen. Infolgedessen kam es bei Echter auch zu personellen Veränderungen, so dass wir nun neue Ansprechpartner seitens des Verlages haben.
Neue personelle Konstellationen eröffnen oft die Möglichkeit, in neuen Bahnen zu denken. Bei einem ersten Treffen zwischen dem Herausgeber und Vertretern des Verlags wurden bereits einige Ideen ausgetauscht, wie GOTTES WORT IM KIRCHENJAHR in Zukunft weiterentwickelt werden könnte. Gerne möchten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, in diesen Prozess miteinbeziehen. Sie sind herzlich eingeladen, uns in den nächsten Wochen mitzuteilen, was Sie an unserem Predigtwerk besonders schätzen und nicht missen möchten, können uns aber gerne auch Anregungen und Ideen zur Verbesserung zukommen lassen. Sie können sich dazu per Brief an die Redaktion wenden (Merkurweg 21, D-55126, Mainz) oder eine E-Mail an den Herausgeber (buening@oblaten.de) schreiben.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr P. Sebastian Büning OMI