Aktuelles Heft Geist & Leben

94. Jahrgang - Heft 2 | April-Juni 2021 (n.499)


Inhalt der aktuellen Ausgabe

Bernhard Körner eröffnet Heft 2 mit einer Notiz zu Jürgen Habermas‘ Reflexion dogmatischer Geltungsansprüche in den Geisteswissenschaften und befragt sie nach Impulsen für die Unterscheidung einer wissenschaftlich-theologischen Außenperspektive von einer gläubigen Innenperspektive. Der inhaltliche Schwerpunkt dieser Ausgabe ist der französischen Schriftstellerin und Mystikerin Madeleine Delbrêl gewidmet. Während der Beitrag von Edith Kürpick FMJ von Madeleines Gedicht „Fahrradspiritualität“ inspiriert ist, kommt die renommierte Delbrêl-Forscherin Annette Schleinzer in einem Interview, das interessante neue Einsichten vermittelt, zu Wort. Mathias Moosbrugger begibt sich auf die Spur des eloquenten Petrus Canisius SJ, der eigentlich dem Kartäuser-Orden beitreten wollte und der jesuitischen Spiritualität zunächst nur wenig abgewinnen konnte. Felix Körner SJ beschließt die Rubrik „Nachfolge“ mit einer ignatianischen Betrachtung der Markuspassion, deren Zentrum das Motiv der Verborgenheit Gottes bildet.

Zweifellos stellt die lückenlos transparente Aufarbeitung des sog. „Missbrauchsskandals“ gegenwärtig die größte Herausforderung für die Kirche dar. Deshalb adressiert François Cassingena-Trévedy OSB kritische Rückfragen an die kirchliche Rede über Sexualität und votiert für ein „Projekt für den Leib“, welches die Sexualität nicht als Tabu, sondern vielmehr als Ressource begreift. Unter dem Eindruck der Corona-Krise befragt Stefan Kopp den Begriff der „Geistlichen Kommunion“ nach seinen noch unentdeckten sakramental-spirituellen Potenzialen. Roman Winter beleuchtet das Martyrium und ökumenische Märtyrer(innen)gedenken in der Spannung von Freiheit und Gnade. Die Bedeutung der „Ränder“ für die Evangelisierung der Kirche erhellt die Kleine Schwester Jesu Ulrike, indem sie den Leser(inne)n von prägenden Begegnungen in ihrem beruflichen, wie seelsorgerlichen Umfeld erzählt. Im Bereich der „Jungen Theologie“ beschreibt Agnes Slunitschek das Zueinander von Liturgie und Diakonie anhand der theologischen Überlegungen Edward Schillebeeckx‘.

Vor einem Jahr, am 6. April 2020, gedachte die Welt des 500. Todestages Raffaels, den die ZEIT als „Genie der Hochrenaissance“ bezeichnete. Willibald Hopfgartner OFM wagt sich an eines seiner bekanntesten Werke, die „Sixtinische Madonna“, heran und interpretiert die Funktion der weltberühmten „lümmelnden“ Engelchen auf der unteren Brüstung des Bildes. Im Nachgang reflektiert Johannes Lorenz apersonale Spiritualitäten alternativspiritueller „Lebenskunst-Labore“ anhand des New Age-Denkers Ken Wilber. Hans Brandl SJ geht der geistlichen Dimension des Lernens und ihrer Bedeutung für die Bildung des Menschen bei Ignatius von Loyola auf den Grund. Schließlich führt Egbert Ballhorn die Leser(innen) an Jochen Kleppers Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“ (1938) heran und stellt dessen Relektüre in den Kontext der Passionszeit.



 
 
 
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