Der Aktionskreis Halle

Der Aktionskreis Halle
Der Aktionskreis Halle

Postkonziliare Konflikte im Katholizismus der DDR

Der Aktionskreis Halle (AKH) ist nicht nur als "entfant terrible" des ostdeutschen Katholizismus bekannt. Er ist zugleich die bedeutendste katholische Impulsgruppe in der DDR, die durch ihr Engagement in Konflikt mit Kirche und Staat geriet.

Gegründet 1970, gehört der AKH zur innerkirchlichen Aufbruchbewegung im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil. Forderungen nach der Wahl des Bischofs durch die Ortskirche gehören ebenso zur Agenda des Kreises wie Bemühungen um mehr innerkirchliche Pluralität und ein stärkeres ökumenisches Engagement.

Am Beispiel des Aktionskreises Halle kann nachvollzogen werden, wie die katholische Kirche mit interner Kritik an ihrem Kurs der „politischen Abstinenz“ umging. Darüber hinaus wird deutlich, wie der SED-Staat versuchte, innerkirchliche Aufbrüche niederzuschlagen. Weil man den AKH als politischen Störfaktor identifiziert hatte, sollte er durch das Ministerium für Staatssicherheit liquidiert werden. Dass es dabei zu einer Zusammenarbeit von Staat und Kirche gegen den AKH gekommen ist, gehört zu den dunkelsten Kapiteln der ostdeutschen Kirchengeschichte.


Autor:
Sebastian Holzbrecher, Dr. theol., geb. 1982, katholischer Theologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Universität Erfurt, Mitglied im Theologischen Forschungskolleg der Universität Erfurt.



464 Seiten, 16,5 × 23 cm, Broschur
€ 24,00 (D) / CHF 33.30 / € 24,70 (A)
Alle Preisangaben in Schweizer Franken (CHF) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
ISBN 978-3-429-03627-0

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ISBN 978-3-429-04712-2 / € 20,99 (PDF)
ISBN 978-3-429-06126-5 / € 20,99 (ePub)

Reihe „Erfurter Theologische Studien“, herausgegeben von Josef Römelt und Josef Pilvousek, Band 106

2. Auflage 2015



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