Einfach mal innehalten

Einfach mal innehalten
Einfach mal innehalten

Oder: Die Rolle der Haltestellen auf unserer großen Reise des Alltagslebens

Jeder kennt dieses Gefühl des Wartehäuschens, des Busstopps, der Endstation. Haltestellen sind mehr als nur Stationen des ÖPNV. Oder bunte Punkte im Liniennetz städtischer Räume. Sie sind mehr als abstrakte Fahrplanzeilen urbaner Agglomerationen. Haltestellen sind Orte der Einsamkeit, des Wartens, der Hoffnung, der überraschenden Begegnung mit unbekannten Mitfahrenden. Sie sind Orte der inneren Einkehr, des Vor-sich-hin-Sinnierens, des Einfach-vor-sich-Hin-Glotzens, aber auch des Kennenlernens, des Flirtens, des Beobachtens.
Dieses Buch ist eine Einladung, sich mit Haiku-Gedichten zu 30 Stationen des Würzburger ÖPNV selbst ein Stoppschild vor die Nase zu halten und sich Momente der Ruhe, des Abschaltens und Nachdenkens zu gönnen.


Autor:
Gunther Schunk, geb. 1967 ist Chief Communications Officer der Vogel Communications Group sowie Vorstandsvorsitzender der Vogel Stiftung. Er arbeitete als freier Journalist, Redakteur, Dialektforscher, Schriftsteller und ist u.a. Mitübersetzer der fünf meefränkischen Asterix Bände.


80 Seiten. Durchgehend farbig bebildert.
12,5 x 19 cm. Gebunden.
€ 9,90 (D) / 10,20 (A)
ISBN 978-3-429-05583-7

1. Auflage 2020


Drei Fragen an Gunther Schunk

Wie kam es zu diesem Buch? Hatten Sie zuviel Zeit?

Genau so war es. In der Phase des Lockdowns saß ich tatsächlich abends zu Hause und hab mir plötzlich gedacht: Was ist das nur für ein nie für möglich gehaltener Stillstand unserer sonst so aufgeregten Welt. Draußen fuhr kein Auto, keine Fußgänger waren zu sehen. Es war still. Ich dachte mir, ich muss diesen Fullstopp unserer Gesellschaft mit ein paar Haiku und Gedanken begleiten.

Aber wie kamen Sie an die Fotos der Haltestellen?

Die Fotos hatte ich schon länger gesammelt. Ich wusste zwar noch nicht genau, wofür, aber ich wusste, dass ich damit irgendetwas machen möchte. Es sind völlig unterschätzte öffentliche Symbolorte unseres Alltags. Und sie haben eine ganz eigene Ästhetik. Und plötzlich im Lockdown fügte sich diese Haltestellen-Metapher mit den Haikus zusammen. Dann bin ich allerdings nochmal losgezogen und habe nachfotografiert und richtig Spaß gehabt, solche Haltestellennamen wie „Ehehaltenhaus“, „Miravilla“, „Ruderzentrum“ und natürlich „Letzter Hieb“ mit einzubauen.

Fahren Sie eigentlich selbst Bus und Straßenbahn?

Ja, gelegentlich. Und jedesmal ist es für mich wieder der Einstieg in eine abgeriegelte aber mobile, eigene fahrbare Welt, mit der man sich über eine kurze Zeit bewegt. Ich glaube, der ÖPNV wird künftig in der Mobilität unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Schon allein aus ökologischen Gründen.



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