Die Figur Jeremia und ihre frühe christologische Rezeption

Die Figur Jeremia und ihre frühe christologische Rezeption
Die Figur Jeremia und ihre frühe christologische Rezeption

Jeremia ist eine der eindrücklichsten Gestalten des Alten Testaments. In einem dichten Geflecht „biographischer“ Elemente profiliert das Jeremiabuch seinen Protagonisten in seltener Ausführlichkeit. Diese komplexe Figurenkonzeption erfährt bereits in frühchristlichen und antiken Erzählungen auch eine christologische Deutung: Das Matthäusevangelium zieht eine bewusste Analogie zwischen Jesus und der Figur des Propheten (vgl. Mt 16,14), welche ein Paradigma des dortigen Prophetenbildes ist. In der Vita Jeremiae (VP 2) und den Paralipomena Jeremiou (ParJer 9) wird die Figur schließlich als Vorausbild Jesu, Märtyrer und christlicher Prophet adaptiert. Dabei wird Jeremia nie auf das stereotype Bild eines „Unheilspropheten“ reduziert.

Auf der Basis einer narratologischen Figurenanalyse des Jeremiabuchs der Septuaginta zeigt die Studie, wie dessen Propheten-„Biographie“ ihre christologische Rezeption in den genannten Texten prägt.

Reihe: „Forschung zur Bibel“, Band 147

ca. 342 Seiten
15,3 x 23,3 cm. Broschur
ca. € 42,00 (D) / € 43,20 (A)
ISBN 978-3-429-06899-8

Diesen Titel gibt es nach Erscheinen auch als ebook:
ISBN 978-3-429-06930-8 / ca. € 34,99 (PDF)

Erscheinungstermin: September 2026

Kerscher, Hubertus

Dr. theol., geb. 1993, Studium der Kath. Theologie in Regensburg und Sydney, Priesterweihe 2018 für das Bistum Passau, Kaplanszeit im Pfarrverband Pocking, derzeit Jugendpfarrer und Leiter des Bischöflichen Jugendamts Passau. 

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