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Deus et machina

KI als Provokation für den Glauben
Künstliche Intelligenz stellt für das Christentum als Wortreligion eine fundamentale Herausforderung dar. Die Technologie zielt nicht nur auf die Moral – sie zielt direkt ins Herz des christlichen Glaubens. Denn das Wort ist Christen heilig. Seit dem Durchbruch generativer KI-Modelle im Jahr 2022 kommunizieren aber nicht mehr nur Gott und Mensch über das Medium Sprache: Es ist eine dritte Entität entstanden, die mit Worten Bedeutung schafft.
Was bedeutet es für Verkündigung und Seelsorge, wenn Worte keinen immanenten Wert mehr haben, sondern das Ergebnis statistischer Wahrscheinlichkeiten sind? Können Gebete, die von einer Maschine errechnet wurden, Spiritualität transportieren? Die Provokation reicht aber noch weiter: Anhänger*innen des Transhumanismus sehen in smarter Technologie die Vollendung der Menschheit. Ist eine KI somit die neue „Krone der Schöpfung“ – oder gar ein neuer Gott?
Jenseits von Kulturpessimismus und Technik-Euphorie analysiert das Buch das Spannungsfeld zwischen der disruptiven Kraft algorithmischer Systeme und der schöpferischen Kraft lebendiger Worte. Das Buch ermutigt die Leser*innen dazu, eine eigene Haltung zu Künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Es lädt dazu ein, Antworten zu suchen auf die Fragen, die die Technologie an das eigene Gottes- und Menschenbild – und möglicherweise Berufsbild – stellt. Es ist ein Plädoyer, Künstliche Intelligenz als Spiegel des eigenen Glaubens zu entdecken und sich dem „un-berechenbaren“ Geheimnis Gottes neu zu nähern.
ca. 196 Seiten
13,5 x 21,5 cm. Gebunden
ca. € 20,00 (D) / € 20,60 (A)
ISBN 978-3-429-06974-2
Diesen Titel finden Sie nach Erscheinen auch als eBook:
ISBN 978-3-429-06975-9/ ca. € 16,99 (ePub)
Erscheinungstermin: April 2027
Brendel, Michael

geb. 1977, studierte Katholische Theologie und Musikwissenschaften und arbeitete mehrere Jahre in leitender Funktion als Hörfunkjournalist; seit 2012 Studienleiter für Digitalen Wandel und Theologie im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen/ Emsland; als Autor wird er regelmäßig für Vorträge und Seminare zu den Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz angefragt; er ist Gründer und Autor des Podcasts „Das glaub‘ ich gern"; er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Lingen.