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– Der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth ist tot. Er wurde 85 Jahre alt. Er gilt als einer der bedeutendsten Gegenwartsautoren.

Mehr als 25 Romane hat er veröffentlicht, dazu Dutzende Novellen, Kurzgeschichten, Essays und Interviews. Durch Werke wie "Amerikanisches Idyll", "Der menschliche Makel", „Das sterbende Tier“ und „Jedermann“ war Roth auch dem deutschen Publikum vertraut. Sein letztes Werk "Nemesis" erschien 2010 auf Englisch.
Philip Molton Roth wurde am 19. März 1933 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey als zweites Kind jüdischer Eltern geboren. Er arbeitete ab 1956 zunächst als Dozent für Englische Literatur an der Chicago University, später folgten Aufenthalte als "Writer-in-Residence" an der Princeton University (1962-1964) und der University of Pennsylvania (1967-1980). Ende der Achtzigerjahre wurde Roth Dozent für Kreatives Schreiben am Hunter College in New York. 1998 bekam er für "American Pastoral" den Pulitzerpreis für erzählende Literatur.
In den vergangenen Jahren wurde Roths Name immer wieder genannt, wenn es um mögliche Preisträger für den Literaturnobelpreis ging. Diese Auszeichnung blieb ihm allerdings verwehrt. Nun ist er just in dem Jahr gestorben, in dem kein Nobelpreis für Literatur verliehen wird. Zwei Jahre wollte er nicht mehr warten. 
Die Lebendige Seelsorge hat ihm einen Artikel gewidmet.
Im Gespräch: Literaten über das Alter, in: LS 59 (2008) 224-228.
Sie können ihn hier nachlesen.

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