92. Jahrgang - Heft 4 | Oktober-Dezember 2019 (n. 493)

Inhalt der aktuellen Ausgabe

CoverDen Auftakt zum Herbstheft macht Edith Kürpicks Notiz zur Bedeutung der Wiedererrichtung von Notre Dame de Paris. Daraus leitet sie Impulse für das medial sehr präsente Thema der Kirchenreform ab. Nach dieser Ouvertüre bilden Gebet, Meditation und Exerzitien einen Schwerpunkt dieser Ausgabe. So widmet sich Hermann Kügler in seinem Beitrag zur dritten Woche der ignatianischen Exerzitien. Henrik Otto beleuchtet die Meditation in der Stille beim Mystiker Johannes Tauler und Hans H. Henrix gewährt der Leserschaft Einblicke in Gottesdienst und Gebet im Judentum. Auch Gesang kann Ausdruck von Gebet und Gottverbundenheit sein. Diese Erfahrung kommt, wie Martin Evang schreibt, besonders in Gerhard Tersteegens bekanntestem Lied „Gott ist gegenwärtig“ zum Ausdruck. Ebenso wie Tersteegen war P. Augustin Rösch SJ, portraitiert von Alfred Wolfsteiner, von der Gegenwart Gottes, gerade auch in dunklen Zeiten, überzeugt. Sein auf dem Fundament eines nahezu unerschütterlichen Glaubens gründendes Engagement gegen das nazistische Terrorregime veranlasste einen Zeitgenossen zur Aussage, Rösch sei der stärkste Mann des Katholizismus in Deutschland. In der Nachkriegszeit stellte sich allmählich die Frage nach dem Umgang mit den traumatischen Erfahrungen der Nazizeit. Können die Opfer den Tätern jemals vergeben? Muss man als Christ(in) auch für Verbrecher(innen) oder Menschen, die anderen großes Unrecht zugefügt haben, das Heil erhoffen? Diesen Fragen, die auch heute nicht an Aktualität verloren haben, geht Florian Kleeberg auf den Grund. Biblisch orientiert sind die Beiträge von Nils Bohnen und Bruno Régent. Während Bohnen den Leser(innen) aufgrund eines von ihm selbst konzipierten Theaterstückes einen dramatischen Zugang zur Bibel erschließt, lädt Régent dazu ein, das eigene Leben im Licht des 1. Schöpfungsberichts neu zu betrachten. Dem Menschen kommt aufgrund seiner Gottebenbildlichkeit unveräußerliche Würde zu. Diese kann er, wie Daniela Köder anhand der Erfahrungen Viktor Frankls und Edith Steins nachzeichnet, auch im Leiden nicht verlieren. Stefan Hofmann liefert uns einen Bericht zum Symposium „Hugo Rahner SJ – ein Innsbrucker Kirchenhistoriker in Brüchen der Zeit“, das im Januar anlässlich seiner 50. Todestages an seinem ehemaligen Wirkungsort stattfand. Andreas R. Batlogg SJ bespricht das neu erschienene Buch „Strukturwandel der Kirche“ des ebenso berühmten Bruders Karl Rahner. Schließlich stellt uns Markus Kneer die im deutschen Sprachraum noch relativ unbekannte Graswurzelspiritualität der französischen Laienbewegung „Les Davidées“ vor.

pdfInhaltsverzeichnis.pdf

pdfEvang, Gott ist gegenwärtig.pdf

92. Jahrgang - Heft 3 | Juli-September 2019 (n. 492)

Inhalt der aktuellen Ausgabe

CoverMit einer Notiz zum synodalen Prozess eröffnet Stefan Kiechle das „Sommerheft“. Seine Überlegungen führen zu einem der thematischen Schwerpunkte dieser Ausgabe hin: der Frage nach dem richtigen Umgang mit der gegenwärtigen kirchlichen Krise. In diesem Kontext kommt dem priesterlichen Dienst besondere Aufmerksamkeit zu. Immer wieder wird von verschiedenen Seiten Kritik an klerikalistischem Verhalten geäußert und eine theologische Neubesinnung auf den sakramentalen Charakter des Priesteramtes gefordert. Dabei können die Überlegungen von Johannes Schelhas zur Rolle von Priestern in Kirche und Gesellschaft wichtige Impulse liefern. Neue Geistliche Bewegungen charismatischer Prägung sehen in der Neuevangelisierung ein Therapeutikum gegen die Miss-stände innerhalb der Kirche, die sie auf eine postmoderne Glaubenskrise zurückführen. Während Christoph Amor Chancen und Grenzen charismatischen Glaubens für eine Revitalisierung des kirchlichen Lebens auslotet, unterzieht Stefan Klöckner die Neuen Geistlichen Bewegungen einer differenziert-kritischen Betrachtung. Dabei moniert er in der Weise ihrer Auseinandersetzung mit prob-lematischen kirchlichen und politischen Entwicklungen Tendenzen zu biedermeierlicher Weltflucht und eine stark emotionalisierende wie simplifizierende Spiritualität, die in vielen Worship-Liedern ihren Niederschlag findet. Dag Heinrichowski nimmt sich des evangelikalen Mottos „What would Jesus do?“ an, um es mithilfe des ignatianischen Erbes zu reinterpretieren. Ebenso igantianisch grundiert sind die Beiträge von Felix Körner und Gonzalo Villagrán zum muslimisch-christlichen Dialog. Anlässlich des diesjährigen Zwingli-Jubiläums liefert Samuel Lutz spannende Einblicke in Zwinglis Leben und seine tiefe Frömmigkeit. Ökumenisch inspiriert ist auch der Beitrag von Philipp Müller zur theologischen Profilierung von Papst Franziskus und dem 2005 verstorbenen Gründer der Ordensgemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schutz. Die zentralen Vokabeln Freude, Barmherzigkeit und Einfachheit im Glaubensleben verbinden sie zu Brüdern im Geiste. Ralph Miggelbrink lenkt den Blick der Leser(innen) auf die Kontroverse um den Freiheitsbegriff, die sich vor zwei Jahren zwischen Karl-Heinz Menke und Magnus Striet in der Herder Korrespondenz entsponnen und Menke zur Veröffentlichung einer vielbeachteten Streitschrift veranlasst hat. Unter der Rubrik „Lektüre“ formuliert Martin Dieckmann existenzielle Gedanken zu Psalm 139. Andreas Falkner schließlich verdanken wir den zweiten Teil der Übersetzung des Aufsatzes von Michel de Certeau über Jean-Joseph Surin.

pdf3_2019_Inhaltsverzeichnis.pdf

pdfKlöckner_Die_Teflon-Strategie.pdf

92. Jahrgang - Heft 2 | April-Juni 2019 (n. 491)

Inhalt der aktuellen Ausgabe  

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Seit dem Relaunch der Zeitschrift (ab 1|2015) erscheint in jedem Heft von GEIST & LEBEN der Artikel einer/eines Nachwuchstheologin/Nachwuchstheologen in der Rubrik „Junge Theologie“.

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Inhalt der aktuellen Ausgabe

Inhalt der aktuellen Ausgabe

­