92. Jahrgang - Heft 3 | Juli-September 2019 (n. 492)

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CoverMit einer Notiz zum synodalen Prozess eröffnet Stefan Kiechle das „Sommerheft“. Seine Überlegungen führen zu einem der thematischen Schwerpunkte dieser Ausgabe hin: der Frage nach dem richtigen Umgang mit der gegenwärtigen kirchlichen Krise. In diesem Kontext kommt dem priesterlichen Dienst besondere Aufmerksamkeit zu. Immer wieder wird von verschiedenen Seiten Kritik an klerikalistischem Verhalten geäußert und eine theologische Neubesinnung auf den sakramentalen Charakter des Priesteramtes gefordert. Dabei können die Überlegungen von Johannes Schelhas zur Rolle von Priestern in Kirche und Gesellschaft wichtige Impulse liefern. Neue Geistliche Bewegungen charismatischer Prägung sehen in der Neuevangelisierung ein Therapeutikum gegen die Miss-stände innerhalb der Kirche, die sie auf eine postmoderne Glaubenskrise zurückführen. Während Christoph Amor Chancen und Grenzen charismatischen Glaubens für eine Revitalisierung des kirchlichen Lebens auslotet, unterzieht Stefan Klöckner die Neuen Geistlichen Bewegungen einer differenziert-kritischen Betrachtung. Dabei moniert er in der Weise ihrer Auseinandersetzung mit prob-lematischen kirchlichen und politischen Entwicklungen Tendenzen zu biedermeierlicher Weltflucht und eine stark emotionalisierende wie simplifizierende Spiritualität, die in vielen Worship-Liedern ihren Niederschlag findet. Dag Heinrichowski nimmt sich des evangelikalen Mottos „What would Jesus do?“ an, um es mithilfe des ignatianischen Erbes zu reinterpretieren. Ebenso igantianisch grundiert sind die Beiträge von Felix Körner und Gonzalo Villagrán zum muslimisch-christlichen Dialog. Anlässlich des diesjährigen Zwingli-Jubiläums liefert Samuel Lutz spannende Einblicke in Zwinglis Leben und seine tiefe Frömmigkeit. Ökumenisch inspiriert ist auch der Beitrag von Philipp Müller zur theologischen Profilierung von Papst Franziskus und dem 2005 verstorbenen Gründer der Ordensgemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schutz. Die zentralen Vokabeln Freude, Barmherzigkeit und Einfachheit im Glaubensleben verbinden sie zu Brüdern im Geiste. Ralph Miggelbrink lenkt den Blick der Leser(innen) auf die Kontroverse um den Freiheitsbegriff, die sich vor zwei Jahren zwischen Karl-Heinz Menke und Magnus Striet in der Herder Korrespondenz entsponnen und Menke zur Veröffentlichung einer vielbeachteten Streitschrift veranlasst hat. Unter der Rubrik „Lektüre“ formuliert Martin Dieckmann existenzielle Gedanken zu Psalm 139. Andreas Falkner schließlich verdanken wir den zweiten Teil der Übersetzung des Aufsatzes von Michel de Certeau über Jean-Joseph Surin.

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92. Jahrgang - Heft 2 | April-Juni 2019 (n. 491)

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CoverIn der Frühlingsausgabe 2/2019 findet sich auch in diesem Jahr wieder ein Oster-Schwerpunkt, der unter dem Motto „Die dunkle Nacht (der Passion)“ in sieben „Durchgängen“ um das Pascha Mysterium und die besondere Bedeutung des Karsamstags kreist. In der Feier des österlichen Geheimnisses verdichtet sich der Glaube an den Sieg des gewaltlos sich hingebenden Christus über den Tod und alle Formen menschlicher Egozentrik. Damit verbinden sich alljährlich Appelle an die politischen Verantwortungsträger(innen), sich für den Frieden auf der Welt einzusetzen. Hier kann das Friedensverständnis Hildegards von Bingen, nach Maura Zátonyi, wertvolle Denkanstöße liefern. Auch Dorothy Day, Hildegard Goss-Mayr und Paul Gentner sind für Josef Freise Vorbilder der Gewaltfreiheit, deren Friedensspiritualität nicht an Aktualität verloren hat. Über den Friedensschwerpunkt hinaus zeichnet sich dieses Heft durch die Vorstellung weiterer theologisch wie spirituell inspirierender Persönlichkeiten aus. So rückt Paul R. Pinto in seinem Beitrag die Bedeutung der Rezeption des bekannten Jesuiten Anthony de Mello, der Strömungen östlicher und westlicher Spiritualität kongenial vereinte und der Gesellschaft Jesu damit wertvolle Impulse gab, in den Fokus. Kristina Kieslinger bringt uns die kontemplative Gebetsmethode des „Centering Prayer“ näher, die maßgeblich von dem im vergangenen Jahr verstorbenen Trappisten Paul Keating entwickelt wurde. Andreas Falkner verdanken wir die Übersetzung eines Beitrags von Michel de Certeau über Jean-Joseph Surin, der in seinem bewegten wie von Krankheit gezeichneten Leben Gott besonders nahekam. Mit den Bedingungen der Möglichkeit christlicher Erfahrung und Erkenntnis Gottes sowie der Verantwortung des christlichen Glaubens vor dem Forum der Vernunft setzt sich Dominikus Kraschl auseinander. Christiane Alpers und Andrea Riedl sind der Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Welt sowie der Zukunft des ökumenischen Dialogs auf der Spur. Die Lehre von der Unterscheidung der Geister, die klassisch Ignatius von Loyola zugeschrieben wird, kann in diesen manchmal unübersichtlichen Diskursen Klarheit verschaffen. Peter Becker macht sieben solcher Unterscheidungskriterien auch bei John Henry Newman fest. Felix Körner sieht das Herzstück des Ignatius im Trost, der allem anderen, so auch Unterscheidungsprozessen, vorausgeht. Schließlich stellt Simon Peng-Keller in der Notiz einige Überlegungen zum hochaktuellen Thema „Spiritualität im digitalen Zeitalter“ an.

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pdfPinto, Anthony de Mello.pdf

Die dunkle Nacht (der Passion)

pdfBrunnenberg, Das Trocknen der Tränen.pdf

pdfKügler, Scheitern dürfen.pdf

pdfR. v. Rohr, Halte mich nicht fest.pdf

pdfVechtel, Getragen-Sein.pdf

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Seit dem Relaunch der Zeitschrift (ab 1|2015) erscheint in jedem Heft von GEIST & LEBEN der Artikel einer/eines Nachwuchstheologin/Nachwuchstheologen in der Rubrik „Junge Theologie“.

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Am 30. Juni 2013 hat P. Andreas Schönfeld SJ nach über achtjähriger Tätigkeit die Schriftleitung von „Geist und Leben“ abgegeben;

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