... und es hat Wohnung gefunden der Schmerz

... und es hat Wohnung gefunden der Schmerz
... und es hat Wohnung gefunden der Schmerz

Gedichte

Trauer um ein Kind - ein persönlicher Bericht

Anlaß zu den vorliegenden Gedichten von Gretel Winterling war der Verlust ihres Sohnes Christof und die Aufgabe, mit der Ungeheuerlichkeit umzugehen, die der selbstgewählte Tod eines Menschen für die ihm Nahestehenden bedeutet.
Sie zeigen den Versuch, diesem Geschehen einen Ort zu geben, ein Stück zerstörtes Leben heil zu machen im Wissen, daß es niemals wieder herzustellen ist, wie es früher war.
Neuen Sinn, neue Aufgaben zu finden, sogar dankbar neues Lebensgefühl zu spüren ist eine Erfahrung, von der diese Gedichte sprechen.

Dem Salto mortale
ist mein Netz nicht geknüpft,
meine Hand nicht stark
und mein Arm zu schwach.

Meinen blutenden Herzschlag
darfst Du nicht hören,
daß er Dein Blut nicht errege
zum tödlichen Sprung.

Bleibt noch der Seelengedanke,
der auf dem Wege zu Dir
vielleicht -
den seidenen Faden wirkt,
der Deinen Sprung hält -
vielleicht
aber nur mein Atem Dicht streift
über dem Abgrund beim Fall
in eine stärkere Hand.

Autorin:
Gretel Winterling, Dr. phil., geboren 1923, verheiratet, vier Kinder. Sie war Lehrbeauftragte für das Studium Generale an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Nach dem Suizid ihres Sohnes Begleitung trauernder Menschen in Seminaren und Selbsthilfegruppen; sie lebt in Königstein im Taunus.

48 Seiten
11,5 x 21 cm. Broschur
€ 6,00 (D) / CHF 11,40 / € 6,20 (A)
ISBN 978-3-429-02876-3



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