Von Erich Garhammer

Über Jahre hinweg hat Wolfgang Frühwald in der Zeitschrift „Lebendige Seelsorge“ die Glosse geschrieben, kleine Texte, die ihn als Meister des Wortes ausgewiesen haben.

Zu seinem 80. Geburtstag im August 2015 haben wir ihm in der Zeitschrift einen kleinen Geburtstagsgruß gewidmet, der hier nachzulesen ist.

Zugleich war seine Einführungsrede zur Lesung von Reiner Kunze in der Kath. Akademie in München abgedruckt. Er hat sie auf dem von mir kuratierten Literaturfest der deutschen Bischofskonferenz zum 50-jährigen Jubiläum des Abschlusses des 2. Vatikanischen Konzils gehalten.

Darin hat er zu Reiner Kunze Sätze formuliert, die auch auf ihn selber zutreffen:
„Dass das wahrhaft poetische Wort ein lebendiges Wort ist (und lebendig bleibt, auch über den Tod des Dichters hinaus) und dass es lebendig zu machen versteht, ist eine Erfahrung, die dieser Dichter offenkundig immer von neuem macht, und der er im Denken und Dichten der Poeten und der Philosophen aller Zeiten und Zonen immer wieder begegnet.“

Unzähligen Menschen hat Wolfgang Frühwald die Liebe zur Literatur vermittelt und immer auch die Brücke in die Theologie geschlagen.

Er war mir ein kostbarer Freund.

Am 18. Januar 2019 ist Wolfgang Frühwald in Augsburg gestorben.

Hier können Sie den gesamten Nachruf herunterladen:

pdfNachruf_garhammer_fruehwald.pdf

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